#una_lettera_aperta #ein_offener_brief

Ein offener Brief
an alle Boznerinnen und Bozner,
an alle Jugendlichen,
an den Herrn Bürgermeister der Stadt Bozen,
an die Gemeinderatsmitglieder des Bozner Gemeinderats

Bozen, am 19.April 2015
Betreff: jung_in_bozen | Wer wir sind und was wir tun

Wir sind „Jung in Bozen“! Wir sind zwischen 17 und 26 Jahre alt, Oberschüler/innen, manche Student/innen, aus unterschiedlichen Stadtteilen, mit unterschiedlichen Perspektiven. Was uns aber verbindet, ist das Interesse an Bozen. Daher haben wir beschlossen uns für diese Stadt einzusetzen!

Wir arbeiten für niemanden, wir werden von niemanden bezahlt, sind nicht parteipolitisch und werden weder am Einkaufszentrum-Projekt noch an anderen Ideen verdienen! Unsere einzige Ressource ist unsere Lust und Bereitschaft Bozen mitzugestalten. Uns geht es nur um das Wohl der Menschen, die in Bozen leben! Wir sind schließlich die Zukunft von Bozen!

Uns geht es nicht um „Benko“ oder „Zukunft Bozen“, um „Oberrauch“ oder die „Laubenkönige“, uns geht es um die Vorangehensweise: wo Entscheidungen getroffen werden, wie Bürger/innen nicht beteiligt werden, wie private Interessen vor öffentlichem Wohl stehen! Wir plädieren für eine sinnvolle, diskutierte und bedachte Stadtentwicklung! Stadtentwicklung ohne Bürger/innen kann nicht funktionieren!!

Wir haben uns mit Expert/innen getroffen, haben uns informiert, und festgestellt, dass zu viele Informationen über das Projekt nicht öffentlich präsentiert wurden. Uns selbst wurden dabei die Augen geöffnet: vieles war neu für uns, vieles stellte sich als verfälscht dargestellt dar, die Berichterstattung war meist einseitig. Davon angetrieben wuchs in uns die Motivation etwas zu verändern: wir brauchten die Aufmerksamkeit der Bevölkerung! Damit über das Einkaufszentrum wieder neu gesprochen wird, wurden wir laut!

Wir sind nicht Expert/innen für Stadtentwicklung, wir müssen keine Alternativen vorschlagen, aber wir haben Ideen und Visionen für unsere Stadt.
Wir erwarten, dass die Politik und die Öffentlichkeit (junge) Menschen beteiligt, anhört und dass unterschiedliche Meinungen Platz haben.
Wie sollen Jugendliche in dieser Stadt gut und gern leben, wenn die einzigen vorgelebten Werte Konsum und Macht sind?

Wir müssen den Charakter von Bozen erhalten und immer wieder neu gestalten!
Der öffentliche Grund ist Lebensraum für uns, er kann und darf nicht einfach privatisiert werden! Das Wohl von Bürger/innen kann man nicht erkaufen. Das Zusammenleben von Sprachgruppen, Kulturen, von Menschen ist kein „Geschäft“.

Wir werden uns für unsere Stadt weiterhin einsetzen, wir werden laut sein und für manche vielleicht auch unangenehm! Wir sind jung und wollen mitreden und mitentscheiden!

jung_in_bozen.

_____________________

Una lettera aperta
destinata a tutti i bolzanini,
a tutti i giovani,
al sindaco della città di Bolzano,
a tutti i membri del consiglio comunale

Bolzano, 19.aprile 2015
Oggetto: giovani_a_bolzano| Chi siamo e cosa vogliamo

Siamo „giovani_a_bolzano“! Siamo ragazzi tra i 17 e i 26 anni, scolari delle scuole superiori e studenti, da diversi quartieri di Bolzano, con prospettive diverse. Quello che ci unisce tutti é l’ interesse verso la nostra cittá. Per questo motivo abbiamo deciso di attivarci!

Non lavoriamo per nessuno e la nostra azione non ci porterá alcun guadagno e siamo politicamente apartitici. Siamo spinti solamente dalla nostra motivazione e dalla voglia di partecipare. Ci importa della cittá di Bolzano e del benessere dei suoi cittadini, perché noi siamo il futuro di Bolzano!

Non ci importa di Benko, di Zukunft Bozen o di Oberrauch! Cio´ che ci infastidisce é il modo di procedere: come vengono prese le decisoni riguardanti la nostra cittá, come cittadini non vengono coinvolti, come Bolzano viene privatizzata.

Vogliamo certamente uno sviluppo della cittá, ma in modo sensato e ragionevole, perché questo sviluppo non puó accadere senza la partecipazione dei cittadini!!

Abbiamo avuto modo di confrontarci con esperti e noi stessi siamo rimasti stupiti dalla quantitá di informazioni che non sono state pubblicate o che, ancor peggio, sono state presentate in modo poco veritiero e di parte. Questo ci ha spinti ancora di piú a voler cambiare qualcosa: abbiamo bisogno dell‘ attenzione dei cittadini per ridiscutere della questione del centro commerciale!
Noi non ci riteniamo esperti, non dobbiamo proporre alternative, ma abbiamo comunque certe visioni riguardo alla nostra cittá.

Ci aspettiamo che la politica e il pubblico coinvolga e dia ascolto anche ai giovani e che ci sia spazio per diverse opinioni. Che esempi dá un’etica di consumo e potere alla gioventú di Bolzano?
Dobbiamo mantenere il carattere di Bolzano, pur rimodernandolo.
Lo spazio pubblico ci appartiene e non puó esser privatizzato cosí facilemte! Il benessere dei cittadini non puó essere comprato. La convivenza tra diversi gruppi linguistici, culture e persone non e un „affare“.

Continueremo ad impegnarci, non esiteremo ad alzare la voce e forse saremo anche a scomodi per qualcuno.Siamo giovani e vogliamo continuare a partecipare.

giovani_a_bolzano

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